Daido MORIYAMA

Record No. 40


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"Last November, while the 'Paris Photo' fair was on, I went to Paris for the first time in two years. The main reason for my trip was some business I had to do in connection with Paris Photo.

So I thought I’d take some snaps while I’m in the city, which I could use to fill a few pages of the next issue of 'Record #40'. I
eventually spent one of the five days I stayed in Paris devoting myself to shooting. While taking pictures in the Saint-Michel neighborhood, Rue Mouffetard, and the area around 'Moulin Rouge', my memory gradually transported me back 30 years, to the time when I lived in Paris for a brief moment.

At the time I had rented an apartment at the foot of the Rue Mouffetard, and day after day I would grab my camera and take to the streets to just wander around with no particular purpose.

It was 30 years ago that I suddenly went mad and got obsessed with that idea to rent a room in Paris, where I would set up something like a private gallery. I bothered Ms. Kazue Kuramochi, an acquaintance of mine who was based in Paris, and asked her to help me find a place. I did find one, but for a variety of reasons my dream of a gallery didn’t become reality, and I ended up spending my days roaming the streets instead. I didn’t speak any French to begin with, only some broken English, and I obviously didn’t have any friends in the city.

So there I was, a guy who had just turned 50, totally bewildered, and with nothing else to do than keep pressing the shutter button of my camera.
However in retrospect, even though there are a few things that I do regret, in the long run I think it was just fine that way. After all, I have two photo books of Paris, and one of Marrakesh now.
Paris at the time was right in the middle of celebrating the 200th anniversary of the revolution, and the entire city was bustling.
Armed with such thoughts and memories, I left the noisy 'Paris Photo' venue behind me, and went out to capture the Parisian streetscape." (from the afterword, © Daido MORIYAMA)

"In this edition, Daido MORIYAMA publishes his snaps from a trip to Paris the previous year, in connection with the 'Paris Photo' fair.

While wandering in the Saint-Michel neighbourhood, Rue Mouffetard, and the area around 'Moulin Rouge' taking pictures, his thoughts gradually drifted to memories of 30 years ago, when he lived in Paris for a brief period.

Daido MORIYAMA reflects on his obsession at the time to open a private gallery, which for a variety of reasons failed to become a reality, so he ended up spending his days roaming the city’s streets instead.
Picture this: a 50-year-old Japanese man with a camera, totally bewildered, who speaks no French and only some broken English." (publisher's note, © Akio Nagawsawa, 2019)

"Im November 2018, während der Messe 'Paris Photo', war ich zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in Paris. Der Hauptgrund für meine Reise war ein Geschäft, das ich im Zusammenhang mit der 'Paris Photo' machen musste.
Also dachte ich, ich könnte ein paar Schnappschüsse machen, während ich in der Stadt bin, mit denen ich ein paar Seiten der nächsten Ausgabe, 'Record # 40'. füllen könnte.

Irgendwann verbrachte ich einen der fünf Tage in Paris ganz mit dem Schießen.
Während ich im Viertel Saint-Michel, in der Rue Mouffetard und in der Gegend um das 'Moulin Rouge' fotografierte, erinnerte ich mich allmählich an Momente vor 30 Jahren, als ich für einen kurzen Moment in Paris lebte.
Zu der Zeit hatte ich eine Wohnung am Fuße der Rue Mouffetard gemietet, griff Tag für Tag nach meiner Kamera und ging auf die Straße, um ohne besonderen Zweck herumzulaufen.
Es war vor 1988, als ich plötzlich von der Idee besessen war, ein Zimmer in Paris zu mieten, in dem ich so etwas wie eine private Galerie aufbautn konnte. Ich belästigte Frau Kazue Kuramochi, eine Bekannte von mir, die in Paris lebte, und bat sie, mir bei der Suche nach einem Platz zu helfen.
Ich habe auch einen Platz gefunden, aber aus verschiedenen Gründen ist mein Traum von einer Galerie nicht in Erfüllung gegangen und ich habe stattdessen meine Tage damit verbracht, durch die Straßen zu streifen. Anfangs sprach ich kein Französisch sowie nur ein bisschen gebrochenes Englisch und hatte offensichtlich keine Freunde in der Stadt.
Da war ich also, ein Typ, der gerade fünfzig Jahre alt geworden war, total verwirrt und hatte nichts anderes zu tun, als den Auslöser meiner Kamera gedrückt zu halten.

Im Nachhinein denke ich, dass dies auf lange Sicht in Ordnung war, auch wenn es einige Dinge gibt, die ich bedaure.
Immerhin entstanden daraus zwei Fotobücher von Paris und eines aus / über Marrakesch.
Paris war zu dieser Zeit mitten in der Feier des 200. Jahrestages der Revolution und die ganze Stadt war geschäftig.

Mit solchen Gedanken und Erinnerungen bewaffnet ließ ich also 2018 den lauten Veranstaltungsort 'Paris Photo' hinter mir und machte mich auf den Weg, um das Straßenbild von Paris einzufangen." (aus dem Nachwort, © Daido MORIYAMA)

"In dieser Ausgabe veröffentlicht Daido MORIYAMA seine Bilder von einer Reise nach Paris im letzten Jahr im Zusammenhang mit der Messe 'Paris Photo'.
Während er durch das Saint-Michel-Viertel, die Rue Mouffetard und die Gegend um 'Moulin Rouge' spazierte und fotografierte, erinnerte er sich allmählich an die Zeit vor 30 Jahren, als er für kurze Zeit in Paris lebte.

Daido MORIYAMA war besessen von der Eröffnung einer Privatgalerie, die aus verschiedenen Gründen nicht Realität wurde, und verbrachte seine Tage damit, durch die Straßen der Stadt zu streifen.
Stellen Sie sich das folgendes Szenario vor: Ein 50-jähriger Japaner mit einer Kamera, völlig verwirrt und kein Französisch sprechend sowie nur ein wenig gebrochen Englisch auf Paris' Straßen." (freie Übersetzung des Verlagstextes, © Akio Nagawsawa, 2019)