Henk WILDSCHUT

Rooted


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"Following 'Shelter' and 'Ville de Calais', 'Rooted' is the third and last part of an unintended trilogy on the lives of refugees and migrants.
The three books were not conceived as a series sharing a preconceived structure or format, but are at most loosely related in content, photography and book design.
The books 'Shelter 'and 'Ville de Calais' arose independently, each telling a distinct story in its own narrative style and logic. And 'Rooted' will be no exception.

'Rooted' returns to a phenomenon that was already noted in 'Ville de Calais': the many refugee camp residents who find hope, consolation and dignity in nurturing a few plants.
These miniature gardens are often little more than a few tin cans planted with flowers, or of a handful of seeds or bulbs struggling to sprout in a patch of meagre soil. Some residents will go so far as to hammer in a few stakes or construct a makeshift fence to mark off a temporary claim to a bit of territory.

The phenomenon is not of course limited to Calais, for almost anyone who has been expelled from their homeland will eventually reconcile themselves to the unfamiliar ground where they have ended up. To me, the herbs, flowers and miniature gardens that they plant symbolize a longing for something resembling a normal existence.
Besides in Calais, I have in recent years photographed micro-gardens in refugee camps in Tunisia, Jordan and Lebanon. I also noted the stories of the gardeners. What emerged was not only the importance of a bit of greenery but also the way the temporariness of the camp dragged out into a seemingly permanent state, with little prospect of moving on or returning home.

The reality of their permanent displacement gradually dawned on them. They were now stranded, with little choice but to put down roots in a foreign soil. Here they were tolerated although it was not where they wanted to be.
It was no solace to the camp dwellers that they were sometimes a mere 20 kilometres from their original home. The future they once saw as full of possibilities was now barred to them. Caring for herbs and flowers was often all they had to hold onto, to remind them of home, a comforting microcosm in an uprooted life." (© Henk WILDSCHUT)

"‘Rooted’ is the third and last part of an unintended trilogy by Henk WILDSCHUT on the lives of refugees and migrants. The first ones were 'Shelter' and 'Ville de Calais'.

The exquisitely bound book focuses on the many refugee camp residents who find hope, consolation, and dignity in nurturing a few plants.
These miniature gardens are often just a few tin cans planted with flowers, or of a handful of seeds struggling to sprout in a patch of meagre soil. They symbolize a longing for something resembling a normal existence.

Henk WILDSCHUT has photographed micro-gardens in refugee camps in Tunisia, Jordan, and Lebanon, and recounts the stories of the gardeners who are now stranded, with little choice but to put down roots in foreign soil." (publisher's note, © Henk WILDSCHUT, 2019)

"Nach 'Shelter' und 'Ville de Calais' ist 'Rooted' der letzte Teil einer unbeabsichtigten Trilogie über das Leben von Flüchtlingen und Migranten.
Die drei Bücher wurden nicht als Serie konzipiert, die eine vorgefasste Struktur oder ein vorgefasstes Format aufweisen, sondern sind in Bezug auf Inhalt, Fotografie und Buchgestaltung höchstens lose miteinander verwandt.
Die Bücher 'Shelter' und 'Ville de Calais' entstanden unabhängig voneinander und erzählten jeweils eine eigene Geschichte in ihrem eigenen Erzählstil und ihrer eigenen Logik. Und 'Rooted' wird keine Ausnahme sein.

'Rooted' kehrt zu einem Phänomen zurück, das bereits in 'Ville de Calais' erwähnt wurde: den vielen Bewohnern von Flüchtlingslagern, die Hoffnung, Trost und Würde in der Pflege einiger Pflanzen finden.
Diese Miniaturgärten bestehen oft nur aus ein paar mit Blumen bepflanzten Blechdosen oder aus einer Handvoll Samen oder Zwiebeln, die in einem Fleckchen karger Erde nur schwer sprießen können. Einige Bewohner haben sogar ein paar Pfähle eingeschlagen oder einen provisorischen Zaun errichtet, um einen vorübergehenden Anspruch auf ein Stück Land abzugrenzen.

Das Phänomen ist natürlich nicht auf Calais beschränkt, denn fast jeder, der aus seinem Heimatland ausgewiesen wurde, wird sich irgendwann mit dem ungewohnten Boden versöhnen, auf dem er gelandet ist.
Die Kräuter, Blumen und Miniaturgärten, die sie anpflanzen, symbolisieren für mich die Sehnsucht nach etwas, das einem normalen Dasein ähnelt.
Außer in Calais habe ich in den letzten Jahren Mikrogärten in Flüchtlingslagern in Tunesien, Jordanien und im Libanon fotografiert. Ich habe auch die Geschichten der Gärtner notiert. Was sich herausstellte, war nicht nur die Bedeutung von ein wenig Grün, sondern auch die Art und Weise, wie sich die Temporärität des Lagers in einen scheinbar dauerhaften Zustand verschob, mit wenig Aussicht auf ein Weiterziehen oder eine Rückkehr nach Hause.

Die Realität ihrer permanenten Vertreibung wurde ihnen allmählich klar. Sie waren jetzt gestrandet und hatten keine andere Wahl, als Wurzeln in einem fremden Boden zu schlagen. Hier wurden sie geduldet, obwohl es nicht war, wo sie sein wollten.
Den Lagerbewohnern war es kein Trost, dass sie manchmal nur 20 Kilometer von ihrer ursprünglichen Heimat entfernt waren. Die Zukunft, die sie einst als voller Möglichkeiten betrachteten, war ihnen jetzt verwehrt. Oft mussten sie sich nur um Kräuter und Blumen kümmern, um sie an ihr Zuhause zu erinnern, einen beruhigenden Mikrokosmos in einem entwurzelten Leben." (frei übersetzter Text, © Henk WILDSCHUT)

"'Rooted' ist der letzte Teil einer unbeabsichtigten Trilogie von Henk WILDSCHUT über das Leben von Flüchtlingen und Migranten. Die bisherigen Titel waren 'Shelter' und 'Ville de Calais'; letzter war für den Aperture Paris Photo Book Award 2018 nominiert.

Das exquisit gebundene Buch konzentriert sich auf die vielen Bewohner von Flüchtlingslagern, die Hoffnung, Trost und Würde darin finden, einige Pflanzen zu pflegen.
Diese Miniaturgärten sind oft nur ein paar Dosen, die mit Blumen bepflanzt sind, oder eine Handvoll Samen, die in einem Fleckchen dürftiger Erde nur schwer sprießen können. Sie symbolisieren die Sehnsucht nach etwas Normalem.

Henk WILDSCHUT hat Mikrogärten in Flüchtlingslagern in Tunesien, Jordanien und im Libanon fotografiert und erzählt die Geschichten der Gärtner, die jetzt gestrandet sind und nur noch Wurzeln in fremdem Boden schlagen müssen." (frei übersetzter Text, © Henk WILDSCHUT 2019)