Daido MORIYAMA, Sara Walker & Louise Wolters (introduction), Sandra .S Philips (text), Hervé Cahndés (text), Nick Rhodes (text), Miyako ISHIUCHI (tex, BANKERWESSEL (Book Design)

A Diary. Hasselblad Award 2019


€ 45,00
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"With its generous image flow, this book celebrates Daido MORIYAMA as the 2019 Hasselblad Award winner and his highly influential, lifelong radical and authentic approach to photography.
'A Diary' points to his continuous, daily photographic expeditions, resulting in an oeuvre charged with fragments, repetitions, chance and chaos. His production of images is enormous, and whereas some photographs have become iconic and reappear in numerous books and exhibitions, it is always possible to encounter more unknown works. In order to exemplify the long term and wide range impact of Daido Moriyama's photography, this publication not only presents an overview and analysis of his work by Sandra Phillips, but it also includes shorter personal notes from people who has encountered and worked with him over the years: Simon Baker, Mark Holborn, Hervé Chandès, Nick Rhodes and Ishiuchi Miyako.

"Am 14. Oktober fand die Preisverleihung an Daido MORIYAMA für den Hasselblad Award statt, gefolgt von einem Symposium sowie der Eröffnung der Ausstellung über MORIYAMAs Werk im Hasselblad Center in Göteborg, Schweden. Anlässlich dieser Ausstelllung erschien der hier angebotene Katalogband, betitelt mit 'A Diary', der sich auf die täglich ausgeübte Praxis des Fotografierens bezieht.

Der Katalogband versammelt die aus unterschiedlichen Zeiten gemachten Fotografien in S/W und in Farbe; auf eine genaue Datierung verzichten die Herausgeber. Gestaltet wurde der Katalog vom Designbüro BankerWessel, die auch Kent KLICHs Fotoband 'Gaza Works' verantworten.
Im Anschluss an die Fotografien befinden sich - auf rotem Papier farblich abgesetzt - die Texte und Statements über die Zusammenarbeit mit Daido MORIYAMA. Ein auf Englisch wiedergegebener Text MORIYAMAs - aus Record #38 - bildet den Abschluss des über 240 Seiten starken Bandes, der dem Betrachter einen guten Überblick in das Schaffen des aktuellen Hasselblad-Preisträgers vermittelt." (© Richard G. SPORLEDER, 2019)

"Anlässlich der Verleihung des Hasselblad Award 2019 an Daido MORIYAMA erscheint dieser großzügig bebilderte Band, der das einflussreiche, stets radikale und authentische Werk des japanischen Photographen würdigt.
Mit dem Titel 'A Diary' verweist das Buch auf dessen täglich praktizierte photographische Ausflüge, die die Grundlage eines Schaffens sind, das von Fragmenten, Wiederholungen, Zufall und Chaos geprägt ist.

Der Umfang seines Oeuvres ist gewaltig, so dass man immer wieder neue Bilder von ihm entdecken kann, auch wenn einige seiner Photographien mittlerweile Ikonenstatus erlangt haben.
Um einen Eindruck davon zu vermitteln, welch lang anhaltenden und breiten Einfluss sein Werk bis heute ausübt, enthält der Band neben einem thematischen Überblickstext von Sandra Phillips auch kürzere persönliche Statements von Menschen, die den Photographen über die Jahre kennen gelernt und mit ihm zusammengearbeitet haben: Simon Baker, Mark Holborn, Hervé Chandès, Nick Rhodes und Ishiuchi Miyako." (Verlagstext, © Koenig, 2019)

„Daido MORIYAMAs Darstellung des Lebens ist unzensiert und er hat keine Angst vor dem Hässlichen und dem Schönen.
Er ist wirklich ein bahnbrechender Fotograf und eine Inspiration für Menschen aus vielen kreativen Bereichen, nicht nur innerhalb der Kunst- und Fotografieszene.
Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Daido MORIYAMA und seinem umfangreichen Katalog an Bildern und Publikationen und hoffen, den Reichtum seiner kontinuierlichen, obsessiven Auseinandersetzung mit der Welt sowohl in unserer kommenden Ausstellung als auch in unserem Katalog transportieren zu können.“ (© Sara Walker & Louise Wolthers, Kuratoren der Hasselblad Foundation)

„Daido MORIYAMA ist einer der renommiertesten japanischen Fotografen, der für seine radikale Herangehensweise an Medium und Motiv bekannt ist. MORIYAMAs Bilder verfolgen einen sehr subjektiven, aber authentischen Ansatz.
Seine Arbeit spiegelt seine Vision des Stadtlebens mit seinem Chaos des Alltags und ungewöhnlichen Charakteren wider und nimmt einen einzigartigen Raum zwischen Illusion und Realität ein.

Daido MORIYAMA wurde zum prominentesten Künstler, der aus der kurzlebigen, aber grundlegend einflussreichen 'Provoke'-Bewegung hervorging, die eine wichtige Rolle dabei spielte, die Fotografie weiter zu entwickeln und die Natur des Mediums zu hinterfragen.
Sein mutiger, kompromissloser Stil hat dazu beigetragen, dass die japanische Fotografie im internationalen Kontext eine breite Anerkennung gefunden hat.

Der Fotograf William KLEIN, die Schriften von Jack Kerouac und James Baldwin und das experimentelle Theater von Shūji Terayama und Moriyama haben nachfolgende Generationen von Fotografen inspiriert, nicht nur in Japan, sondern auch auf der ganzen Welt.“ (© Hasselblad-Stftung, Jurytext)

„Daido MORIYAMA, eine ikonische Figur der japanischen Fotografie, die weltweit für ihre radikale Ästhetik verehrt wird, ist sicherlich einer der bedeutendsten und einflussreichsten Fotografen der Geschichte.
Die chaotische Ruhe und raue Schönheit seiner klassischen Bilder vermittelt eine universelle Stadtpsychologie und zeigt ein tiefes Einfühlungsvermögen für die Entfremdung und Dislokation, die allen postindustriellen Städten gemeinsam ist.“ (© Paul Roth, Direktor des Ryerson Image Centre in Toronto und Vorsitzender der Hasselblad Award Jury 2019)

Über den Fotografen, Daido MORIYAMA (* 1938 in Osaka, JP):
Nach dem Studium des Grafikdesigns studierte Daido MORIYAMA zunächst Fotografie bei Takeji Iwamiya.
1961 zog er nach Tokio, um Assistent des großen japanischen Fotografen Eikoh HOSOE zu werden, während dieser an seiner berühmten Serie 'Ordeal by Roses' mit dem Schriftsteller Yukio Mishima arbeitete.
1964 begann Moriyama selbständig zu arbeiten. Seine erste Monographie, 'Japan. A photo theater' (1968, soeben wieder veröffentlicht und bei Café Lehmitz Photobooks erhältlich), wurde sofort von der Kunstszene gefeiert, gefolgt von mehreren Büchern, die zu Referenzen in der Geschichte der Fotografie wurden, wie zum Beispiel 'Abschlussfotografie' (1972), 'Hunter' (1972, soeben wieder veröffentlicht und bei Café Lehmitz Photobooks erhältlich), 'Another Country in New York' (1974, wieder veröffentlicht und bei Café Lehmitz Photobooks erhältlich), 'Light and Shadow' (1982), 'A Journey to Nakaji '(1987), und 'Lettre à St. Loup' (1990), um nur einige zu nennen.
Daido MORIYAMA hat bisher fast 300 Bücher veröffentlicht.

Als Mitglied der 'Provoke'-Bewegung, der er 1968 für die zweite Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift beitrat, lieferte MORIYAMA reichhaltige und dicht komponierte Fotografien.
Sein Werk, das oft als roh und beunruhigend beschrieben wird, brachte eine neue Art von Streetphotogrpahy hervor, in der der Künstler die Straße durchstreift, sich mit dem öffentlichen Raum konfrontiert und mit ihm konfrontiert wird.
Daido MORIYAMA begann in den 1970er Jahren mit der Manipulation des Siebdrucks, wobei er die Technik für seine Bücher und Ausstellungsstücke anwandte.
MORIYAMA's Arbeit hat weltweit einen bedeutenden Einfluss gehabt.

1974 präsentierte das Museum of Modern Art in New York seine Arbeiten im Rahmen der ersten großen westlichen Ausstellung über japanische Fotografie. Seine Fotografien wurden seitdem in vielen großen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in der Tate Modern in London ('William KLEIN + Daido MORIYAMA', 2012), im San Francisco Museum of Modern Art ('Stray Dog', 1999), im Metropolitan Museum in New York (Hunter, 1999), im National Art Museum in Osaka ('On the Road', 2011), in der Fondation Cartier pour l’Art Contemporain in Paris (2003 & 2016) und in den Rencontres d’Arles ('Labyrinth + Monochrom', 2013).

Daido MORIYAMAs Werke befinden sich in den Sammlungen zahlreicher bedeutender öffentlicher Institutionen, darunter das Museum of Modern Art, das San Francisco Museum of Modern Art, das Metropolitan Museum of Art, das Getty Museum, Los Angeles, das Museum of Fine Arts, Boston und das Centre Pompidou, Paris. Moriyama hatte große Einzelausstellungen im San Francisco Museum of Modern Art; im Metropolitan Museum of Art; Fondation Cartier pour l’Art Contemporain; Fotomuseum Winterthur, Schweiz; Folkwang Essen, Deutschland; das Metropolitan Museum of Photography, Tokio; und Tate Modern, London.