Mark STEINMETZ

Angel City West (Vol.3)


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“I am now the same age that Garry WINOGRAND had been when I knew him – 56. I was just 22 then and now wonder why he had be willing to spend some time with someone so young. I must have come across as OK and probably mentioned some of the right names: FRIEDLANDER, WESSEL, ZULPO-DANE.
Once he called me up (the first time was startling to me as he must have looked up my name in the phone book) to see what I was up to the next day. I said, 'If it’s sunny, I’m going to photograph; if it’s rainy, I’m going to print.' 'Likewise,' he said. Maybe in some ways we were similar.

One day I asked Garry to go with me to photograph at the 'LA Zoo' and he agreed. We had a full day and shot until the light faded.
As we were nearing the exit, Garry spotted Bernadette Peters, the famous movie and Broadway actress, who was visiting the zoo with her boyfriend. Garry photographed her before on the set of John Huston’s movie, 'Annie'.

She and her boyfriend were dressed in identical jeans and jackets. Strikingly, they both had the same drooping, poodle-like hairstyle. Surprised, she threw her head back and shrieked with delight when Garry swooped in to take their picture. Out in the parking lot he sank into the passenger seat and said, 'Boy, you don’t know how tired you are till you sit down.'

In February of 1984, I called him up to say I had decided to leave town and move back east. His voice on the other end of the phone sounded terrible, very weak. I had no idea what was going on with him – it was shocking. He wished me 'the best of luck.'
The following month, a couple weeks before my 23rd birthday, I was at my parents’ house in Hartford and my mother brought me the New York Times.

Without saying a word, she pointed to Garry’s obituary. During the time we spent together, there had been a cancer growing inside of him but he didn’t know it. Garry was always looking outward, beyond himself." (© Mark STEINMETZ)

"Mit 'Angel City West, Volume 3' liegt nun der letzte Band der von Mark STEINMETZ auf drei Teile angelegten 'Angel City West'-Trilogie vor, die mit Band 1 als Teil des 'NZ Library Set #2' begonnen hat.

Mark STEINMETZ präsentiert im dritten Teil 54 bisher unveröffentlichte Fotografien, die 1981-1984 während seiner Zeit in Los Angeles gemacht wurden." (frei übersetzter Verlagstext, © Nazraeli, 2017)

„Ich bin jetzt so alt wie Garry WINOGRAND, als ich ihn kennen lernte - 56.
Ich war damals erst 22 Jahre alt und frage mich jetzt, warum er bereit war, etwas Zeit mit jemandem zu verbringen, der so jung war.
Ich muss OKganz in Ordnung gewesen sein und wahrscheinlich einige der richtigen Namen genannt haben: FRIEDLANDER, WESSEL, ZULPO-DANE.

Einmal rief er mich an (das erste Mal erschreckte mich, dass er meinen Namen im Telefonbuch nachgeschlagen haben musste), um zu sehen, was ich am nächsten Tag vorhatte. Ich sagte: 'Wenn es sonnig ist, werde ich fotografieren. Wenn es regnet, werde ich printen.' Er sagte: 'Dito'. Vielleicht waren wir uns in gewisser Hinsicht ähnlich.

Eines Tages bat ich Garry, mit mir im 'LA Zoo' zu fotografieren, und er stimmte zu. Wir hatten einen ganzen Tag Zeit und fotografierte, bis es dunkel wurde.
Als wir uns dem Ausgang näherten, entdeckte Garry Bernadette Peters, die berühmte Film- und Broadway-Schauspielerin, die mit ihrem Freund den Zoo besuchte. Garry hat sie zuvor am Set von John Hustons Film 'Annie' fotografiert.

Sie und ihr Freund trugen identische Jeans und Jacken. Auffallend war, dass beide die gleiche schlaffe, pudelartige Frisur hatten.
Überrascht warf sie den Kopf zurück und kreischte entzückt, als Garry eintauchte, um ein Foto von ihnen zu machen. Auf dem Parkplatz ließ er sich auf den Beifahrersitz fallen und sagte: 'Junge, du weißt nicht, wie müde du bist, bis du dich setzt.'

Im Februar 1984 rief ich ihn an und sagte, ich hätte beschlossen, die Stadt zu verlassen und nach Osten zurückzukehren.
Seine Stimme am anderen Ende des Telefons klang schrecklich, sehr schwach. Ich hatte keine Ahnung, was mit ihm los war - es war schockierend. Er wünschte mir viel Glück.
Im folgenden Monat, ein paar Wochen vor meinem 23. Geburtstag, war ich bei meinen Eltern in Hartford und meine Mutter brachte mir die 'New York Times'.

Ohne ein Wort zu sagen, zeigte sie auf Garrys Nachruf. Während der Zeit, die wir zusammen verbracht haben, war in ihm ein Krebs gewachsen, aber er wusste dies nicht. Garry schaute immer über sich hinaus, nach außen." (frei übersetzter Text von © Mark STEINMETZ)