Stephen GILL, Ole Knausgard (text), Greger Ulf NILSSON (Book Design)

The Pillar


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"Like his predecessor 'Night Procession', British photographer Stephen GILL, who hails from London's Hackney district and emigrated to Sweden, uses a motion-enabled camera for the series featured in this photo book, 'The Pillar'.
The purpose was to photographically document his native observation of the bustle of birds, even in his absence.
We can admire the result in the photobook designed by the well-known Swedish photobook designer Greger Ulf NILLSON: he turned the typical GILL idea into a high-quality photo book that would not only please ornithologists but also photobook lovers." (© Richard G. SPORLEDER)

"The landscape that surrounds my home in Sweden can be misleading. The bird activity it holds is diluted and disguised by the vast flat open land and sky that offers an impression of little going on. 

In January 2015, with an inkling of bird activity being more prominent than at first met my eyes, I decided to try to pull them out of the sky. I set up an 8cm diameter stage in the form of a wooden pillar that was around one and half meters in height, and opposite it another the same on which I mounted a camera that was triggered by motion.

I visited the camera a few days later and, to my surprise, it had worked. The pillar somehow managed to funnel the birds from the sky by offering them a place to rest, feed, nurse their young, and observe. I was captivated immediately. The images were often unsettled, the birds awkward like contortionists, completely off-beat and the shapes and soft lines created were so arresting.

From my kitchen window the pillar could be seen in the distance like a matchstick in the flat distance. My absence in turn somehow allowed a greater mental presence during the making of the work. I was frequently there though only in my mind, wondering what was happening at that very moment as I sat on a local train, or went about my daily routine. Even when I was out of the country I would be imagining the activity on the stage." (© Stephen GILL, 2018)

"Wie in seinem Vorgänger 'Night Procession' setzt der aus dem Londoner Bezirk Hackney stammende und nach Schweden ausgewanderte britische Fotograf Stephen GILL für die in diesem Fotoband, 'The Pillar', veröffentlichte Serie eine mit einem Bewegungsauslöser ausgestattete Kamera ein.
Der Zweck bestand darin, seine heimische Beobachtung des regen Treibens von Vögeln, auch in seiner Abwesenheit fotografisch zu dokumentieren.
Das Ergebnis können wir in dem vom bekannten schwedischen Fotobuch-Designer Greger Ulf NILLSON gestalteten Fotoband bewundern: er machte aus der typischen GILL-Idee einen hochwertig gestalteten Fotoband, der nicht nur Vogelkundler, sondern auch Fotobuchliebhaber nachhaltig erfreuen dürfte." (© Richard G. SPORLEDER)

"Die Landschaft, die mein Zuhause in Schweden umgibt, kann irreführend sein. Die Aktivität von Vögeln, die sie in sich birgt, wird durch das weite, flache, offene Land und den Himmel, der den Eindruck von Leere zu vermitteln scheint, verwässert.

Im Januar 2015 entschied ich mich, die Vögel aus dem Himmel zu ziehen, als ich beobachtete, dass ihre Aktivität stärker ist als, es mir zunächst erschien. Dafür errichtete ich eine Bühne mit einem Durchmesser von 8 cm in Form einer Holzsäule, die etwa eineinhalb Meter hoch war, und gegenüber davon eine andere, auf der ich eine Kamera montierte, die durch Bewegung ausgelöst wurde.

Einige Tage später suchte ich die Kamera auf und stellte zu meiner Überraschung fest, dass sie funktioniert hatte. Die Säule schaffte es irgendwie, die Vögel vom Himmel abzulenken, indem sie ihnen einen Platz bot, wo sie sich ausruhen, füttern, ihre Jungen pflegen und beobachten konnten.
Ich war unmittelbar fasziniert. Die Bilder waren oft verschwommen, die Vögel waren unschlüssig wie Kontorsionisten, völlig unübertrefflich und die Formen und weichen Linien waren so aufregend.

Von meinem Küchenfenster aus konnte die Säule in der Ferne wie ein Streichholz in der flachen Entfernung gesehen werden. Meine Abwesenheit erlaubte während der Arbeit irgendwie eine größere geistige Präsenz.
Häufig war ich dort - wenn auch nur in meinen Gedanken - und fragte mich, was in diesem Moment gerade geschah, als ich in einem Nahverkehrszug saß oder meinen Alltag durchführte. Selbst wenn ich außer Landes war, stellte ich mir die Aktivität auf der Bühne vor." (© Stephen GILL, 2018)