Fiona TAN (photos, text), Miriam Szwast (ed.), Yilmaz Dziewior (preface)

GAAF


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"'GAAF' takes as its starting point the Agfacolor advertisement archive - several thousand 6×6 color negatives and photographs which were taken between 1952 and 1968.
This archive provided Agfa with material for advertisements, brochures, exhibitions, and the magazine Agfa Photoblätter. After discovering this almost forgotten and uncatalogued archive at the Museum Ludwig, TAN became interested in the inherent paradox of its images: staged and idealized scenes of models posing for professional photographers, nonetheless intended to appear spontaneous and authentic, as if taken by amateurs.

The Dutch word 'gaaf' - an anagram, or reordering, of the letters in Agfa - means 'neat' or 'perfect.' In this exhibition Fiona TAN focuses on the image and the role of women as portrayed in these photographs, drawing attention to the ideal as opposed to the reality of these formative decades in postwar Germany." (publisher's note, © Koenig, 2019)

Ausgangspunkt der Publikation Fiona TAN.
'GAAF' ist das Agfacolor- Werbearchiv, das sich im Museum Ludwig in Köln befindet - mehrere Tausend 6×6 Farbnegative und Photographien, aufgenommen zwischen 1952 und 1968. Dieses Archiv bildete für das Unternehmen Agfa einen Fundus für Werbeschriften, Broschüren, Ausstellungen und die Zeitschrift Agfa Photoblätter. Als Tan das nahezu vergessene und seit vierzig Jahren in Kisten verpackte Archiv im Museum Ludwig entdeckt hatte, wuchs ihr Interesse für das Paradox, das in diesen Bildern liegt: Man sieht inszenierte und idealisierte Models, die für Profiphotographen posieren, Szenen, die jedoch spontan und authentisch wirken sollen, als seien sie von Amateuren aufgenommen. Das niederländische Wort "gaaf" - ein Anagramm, also eine Neuordnung der Buchstaben von Agfa - bedeutet "sauber" oder "makellos". Fiona Tan konzentriert sich in ihrer Auswahl auf das Bild und die Rolle der Frauen, wie sie in diesen Aufnahmen dargestellt sind und spiegelt dabei auf den Kontrast zwischen Ideal und Wirklichkeit in der Zeit des Wiederaufbaus im Nachkriegsdeutschland." (Verlagstext, © Koenig, 2019)

"Das Museum Ludwig hat die Künsterin und Filmemacherin Fiona TAN (*1966 in Pekanbaru/ Indonesien, lebt in Amsterdam) eingeladen, eine Ausstellung auf der Grundlage der Sammlung Fotografie des Museums zu entwickeln. Fiona TANs Werk kreist um Fragen von Zeit, Identität und Erinnerung. Das Archiv als Zeitkapsel hat bereits in vergangenen Projekten eine Rolle in ihr­er künstlerischen Strate­gie der Recherche und Klassifikation gespielt.
Ausgangspunkt der Ausstellung Fiona TAN.

'GAAF' ist das Agfacolor Werbearchiv – mehrere tausend 6x6-Farbnegative und Fotografien, aufgenommen zwischen 1952 und 1968. Dieses Archiv bildete für das Unternehmen Agfa einen Fundus für Werbeschriften, Broschüren, Ausstellungen und die Zeitschrift Agfa Photoblätter.
Als TAN das nahezu vergessene und seit 40 Jahren in Kisten verpackt im Depot schlummernde Archiv im Museum Ludwig entdeckte, wuchs ihr Interesse für das Paradox, das in diesen Bildern liegt: Man sieht inszenierte und idealisierte Models, die für Profifotograf*innen posieren, Szenen, die jedoch spontan und authentisch wirken sollen, als seien sie von Amateur*innen aufgenommen.

'Diese Aufnahmen lassen mich über Pose, über Künstlichkeit versus Spontaneität und Authentizität nachdenken', sagt Fiona TAN.
Die Künstlerin holt diese Bilder erstmals in einen Ausstellungsraum.

Das niederländische Wort 'gaaf' – ein Anagramm, also eine Neuordnung der Buchstaben von Agfa – bedeutet 'astrein' oder 'makellos'.
Fiona TAN konzentriert sich in ihrer Auswahl auf das Bild und die Rolle der Frauen, wie sie in diesen Aufnahmen dargestellt sind. Sie macht dabei auf den Kontrast zwischen Ideal und Wirklichkeit aufmerksam, der Wirklichkeit der Wiederaufbaujahre im Nachkriegsdeutschland. Indem sie Fantasie und Realität, Berufs- und Schnappschussfotografie, Farbe und Schwarzweiß einander gegenüberstellt, konfrontiert TAN dieses Werbearchiv mit dokumentarischen Aufnahmen desselben Zeitraums aus der Sammlung des Museum Ludwig – u. a. von CHARGESHEIMER und Heinz HELD – sowie mit einer Auswahl ihrer eigenen Werke zum Thema Porträt.

TANs Arbeit 'Vox Populi London' (2012) präsentiert den informellen Schnappschuss, ein spielerisches Gruppenporträt einer Metropole, während TAN in Linnaeus’ 'Flower Clock '(1998) über das Wesen der Zeit reflektiert. Die sechsteilige Installation 'Provenance' (2008) stellt die Frage, ob es möglich ist, ei­nen Film in derselben Weise zu betrachten wie ein gemaltes Porträt, wobei sie die Grenze zwischen Bewegung und Ruhe, Fotografie und Film absichtlich aufhebt." (© Museum Ludwig, 2019)


Über das Projekt 'Artist Meets Archive':
International agierende Künstler*innen entdecken Kölner Archive – das ist die Idee des Residency-Programms 'Artist Meets Archive' der 'Internationalen Photoszene Köln' im Rahmen ihres Festivals 2019.
Als Kooperationspartner luden sechs Institutionen je eine*n Künstler*in ein, aus der Sammlung heraus ein Projekt zu entwickeln. Die Institutionen sind, neben dem Museum Ludwig, das Kölnische Stadtmuseum, das Museum für Angewandte Kunst Köln )MAAK), das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Rheinische Bildarchiv und die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur.