Paul NADAR, Bernd Stiegler (ed., text)

Nadar. Bilder der Moderne


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"Ich werde (...) nicht diesen recht ausgetretenen Pfaden von Baudelaires Moderne-Theorie ein weiteres Mal folgen, sondern vielmehr von den von Félix, Adrien und Paul (NADAR) angefertigten Photographien ausgehen, die auf sehr unterschiedliche Weise das 19. Jahrhundert mit seinen Verwerfungen und Umbrüchen, Visionen und Utopien darstellen und in Bilder bringen." (© Bernd Stiegler)

"Die Bilder Nadars entfalten eine Kulturgeschichte von Paris im 19. Jahrhundert: Wissenschaft und Weltausstellungen, Luftfahrt und Landwirtschaft, Haussmannisierung und Hermaphroditen, Tourismus und Theater - elegant und gut lesbar aufgeschrieben von Bernd Stiegler, Professor für Neuere deutsche Literatur im medialen Kontext an der Universität Konstanz.
All das - und noch viel mehr - ist Gegenstand der Bilder. NADAR ist unser Cicerone für eine Reise durch das Paris der Moderne." (Verlagstext, © Koenig, 2019)

Über den Fotografen, Paul NADAR (1856-1939):
Paul NADAR (eigentlich Paul Tournachon) war ein französischer Photograph und Sohn des Photographen NADAR.
Er wurde bekannt als Gesellschaftsphotograph der 'Belle Époque' in Paris.

Paul NADAR wurde 1856 als einziger Sohn von Ernestine and Félix Tournachon (besser bekannt als NADAR) geboren. Von 1880 bis 1885 und ab 1895 übernahm er dessen Studio.
Er pflegte einen konventionelleren Stil, was 1885 zu einer Entfremdung zwischen Vater und Sohn führte. Paul NADAR konzentrierte sich auf das bürgerliche und aristokratische Publikum der 'Belle Époque' und versuchte dessen Geschmack zu treffen.

1890 unternahm er eine Reise entlang der alten Seidenstraße, die ihn bis Turkestan führte.
Nachdem er 1893 als Agent von Eastman Kodak ein Photogeschäft eröffnet hatte, heiratete er 1894 Marie Degrandi, eine Schauspielerin an der Pariser Opéra-Comique.

Paul NADAR erhielt von seinem Vater die Erlaubnis, den Namen 'Atelier Nadar' weiter zu verwenden. Sein Nachlass wurde 1950 zusammen mit dem seines Vaters an den französischen Staat verkauft, etwa 60.000 Negative gingen an die Caisse Nationale des Monuments Historiques et des Sites (heute Centre des monuments nationaux), Abzüge und weitere Dokumente befinden sich in der Bibliothèque Nationale.

Paul NaADARs Publikum stammte aus den Gesellschaftsschichten, in denen auch Marcel Proust verkehrte, bevor er sich zum Schreiben der Recherche zurückzog. Viele der Figuren in Prousts Werk waren für die Zeitgenossen eindeutig zu erkennen, andere trugen Merkmale mehrerer Personen. Es ist bekannt, dass Proust Photographien seiner Freunde und Bekannten sammelte und sie beim Schreiben verwendete, um sich Details in Erinnerung zu rufen." (© Wikipedia, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Nadar vom 30.04.2019)