Sabine WEISS, Emmanuelle Kouchner (ed.), Karolina Ziebinska-Lewandowska (text), Coline AGUETTAZ (Graphic Conception)

Les Villes La Rue L'Autre


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"As a photographer in the sheerest humanist tradition, a member of Rapho agency along with Robert DOISNEAU, Willy RONIS or Janine NIÉPCE, Sabine WEISS has been the privileged witness of her time.
Far, yet, from the great photoreportages, conflicts and politic events that left their mark on history, she devotes herself to the street and its inhabitants.
This publication, 'Les Villes La Rue L'Autre', which gathers her works carried out between 1946 and 1964, accompanies the eponymous exhibition presented at the Centre Pompidou from June 20 to October 15, 2018." (publisher's note)

Texts:
- Interview with Sabine WEISS and Karolina Ziebinska-Lewandowska (curator of the exhibition)
- 'La Photographie humaniste' by Karolina Ziebinska-Lewandowska

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"Als Fotografin in der reinsten humanistischen Tradition, Mitglied der Agentur Rapho zusammen mit Robert DOISNEAU, Willy RONIS oder Janine NIÉPCE, war Sabine WEISS die bevorzugte Zeitzeugin ihrer Zeit.
Weit entfernt von den großen Fotoreportagen, Konflikten und politischen Ereignissen, die die Geschichte geprägt haben, widmet sie sich der Straße und ihren Bewohnern.
Diese Publikation "Les Villes La Rue L'Autre", in der ihre zwischen 1946 und 1964 durchgeführten Arbeiten gesammelt werden, begleitet die gleichnamige Ausstellung, die vom 20. Juni bis 15. Oktober 2018 im Centre Pompidou gezeigt wird. "(Anmerkung des Verlags)

Texte:
- Interview mit Sabine WEISS and Karolina Ziebinska-Lewandowska (Ausstellungskuratorin)
- 'La Photographie humaniste' by Karolina Ziebinska-Lewandowska

Über die Fotografin Sabine WEISS (*1924):
"Sabine WEISS gilt als die Grande Dame der humanistischen Fotografie und doch ist es ihr gelungen, immer etwas unter dem Radar der Fotografie-Geschichte zu bleiben. Die großartige französische Fotografin hat in über sieben Jahrzehnten ein Lebenswerk zusammengetragen, das in diesem Jahr in vielen Ausstellungen zu sehen ist.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht Paris und auch wenn die 93-Jährige fast in der ganzen Welt unterwegs war, verbindet sich ihr Werk doch insbesondere mit der französischen Metropole, in der sie seit 1946 lebt.
Als geübte Porträtistin hat sie nicht nur zeitlose Charakterstudien von Prominenten geschaffen, sondern sie hat auch immer wieder Menschen auf der Straße in zufällig gesehenen Situationen fotografiert. Sie ist eine brillante Geschichtenerzählerin, ihre Aufnahmen leben von einer genauen Beobachtungsgabe und vielschichtigen atmosphärischen Schilderung des Alltagslebens. Durch das feine Sensorium der Fotografin öffnet sich der Blick auf die kleinen Dinge des Lebens, WEISS zeigt den Alltag, die Arbeit, aber auch die Freizeit der fotografierten Personen.

Bereits 1956 stellte Robert d´Hooghe die Fotografin als 'Meister der Leica' vor: 'Und schon begann Paris wieder seine alte Faszination auf die Jugend der Welt auszuüben. Unter denen, die sich in Paris trafen, war auch ein junges Mädchen aus der Schweiz. Sie war gerade zwanzig Jahre alt, hatte eine solide Lehre in einem Schweizer Fotografenatelier hinter sich und das Leben vor sich.
Bald kannte man ‚Sabine‘ in den Kreisen der jungen Dichter, Maler und Musiker zwischen Montparnasse, St. Germain-des-Près und Montmartre, die damit beschäftigt waren, in endlosen Debatten die morsche Welt aus den Angeln zu heben und neu zusammenzusetzen. Wenn sie sich in die Diskussion mischte, vergaß sie nie zu betonen, dass sie Fotografin sei, und nicht 'Künstlerin'.
Aber sie war keineswegs schüchtern. Sie fand, dass ihre Freunde zwar ausgezeichnete Kunsttheorien entwickelten, aber nicht verstünden zu sehen. Unter 'sehen' verstand sie: bewegt werden von den visuell erfassbaren Eindrücken der Umwelt und von den Zusammenhängen, die sich darin andeuten. Man nahm Sabine, die energische Sabine mit den hellen Augen, durchaus ernst; so ernst, dass der nur um weniges ältere englische Maler Hugh Weiss sie heiratete.'

Der zeittypische Chauvinismus, der aus diesen Zeilen spricht, ist heute überholt, aber der Text beschreibt bis heute sehr eindrücklich die Fähigkeit des fotografischen Sehens von Sabine WEISS.
Denn das ist in der Tat außergewöhnlich präzise und hat ein Zeitgefühl konserviert, das bis heute prägend wirkt." (text ©: Ulrich Rüter, in: Sabine WEISS – Photographie Humaniste, vom 16.04.2018. Quelle: https://lfi-online.de/ceemes/de/blog/photographie-humaniste-1545.html)