René BURRI, Hans-Michael Koetzle (essay)

Blackout New York, ENGLISH ED. - MY LAST SEALED COPY!


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"'Blackout in New York.' - For one night, Burri follows the events, with eight rolls of 35mm film. Without a flash. Using only the scarcely available light. Burri’s photo series is not a report in the traditional sense. More a meditation on light, or rather the lack of it." (publisher's note)

"In 1965 the northeast of America experienced a blackout that lasted up to 12 hours in some places. It put millions of people in the condition to discover darkness again. In New York, the vertical city, lifts didn’t work, candles and flashlights become precious and the only lights in the streets were the car headlamps and the lighting inside the buses.

Rene Burri went in the street for a visual adventure: the “writing with light” without light.

He walked about twenty blocks, taking photographs until after midnight and witnessed the most astonishing scenes, but no crimes, no lootings, no robberies. Police statistics report no more than five lootings for this ninth of November in New York." (text: ©MAGNUM Agency, source: https://pro.magnumphotos.com/C.aspx?VP3=SearchResult&ALID=2TYRYD0EVF_N)

"Am 9. November 1965 gehen in New York die Lichter aus. Ein Stromausfall trifft gegen 17.30 die Millionenstadt und mit ihr weite Teile Kanadas sowie die Bundes-Staaten Connecticut, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Vermont, New Jersey sowie den Staat New York. Insgesamt betroffen sind 25 Millionen Menschen auf einem Gebiet von mehr als 200000 Quadratkilometern.

Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der MAGNUM-Fotograf René BURRI im Studio des befreundeten New Yorker Fotografen Elliott ERWITT. Gerade ist er dabei, seinen China-Film zu schneiden, als es mit einem Schlag dunkel wird. BURRI begreift die Situation, aber auch die Chance. Ausgerüstet mit seiner Leica und acht Rollen Film stürzt er sich in ein nächtliches, bestenfalls punktuell erleuchtetes Chaos und fotografiert bis weit nach Mitternacht.

René BURRIs Bildserie ist keine Reportage im strengen Sinne. Es ist eine Meditation über das Licht bzw. dessen Abwesenheit. Eine Reflexion über das Sehen - und damit über die Fotografie selbst.

Was wir betreten, ist ein schwach beleuchteter Skulpturensaal. Stroboskop-artig fällt das Licht auf die Exponate. Sparsam, andeutungsweise, pointiert. Referiert werden keine Fakten. Erzählt wird ein Märchen, in dem den Menschen etwas Selbstverständliches abhanden kommt: das Licht.

Eine knappe Nacht lang verfolgt René BURRI die Ereignisse. Selbstredend ohne Blitz. Es ist das nur sparsam vorhandene, verfügbare Licht, das sich hier als Bildhauer betätigt. Und René BURRI schaut ihm bei der Arbeit zu.

Noch im New Yorker November 1965 lässt René BURRI die Filme entwickeln, printet Kontakte, streicht einzelne Aufnahmen an. Einige Motive werden im kleinen Format von 18 mal 24 Zentimetern abgezogen, um etwas später in einer Schachtel zu verschwinden.
Letztlich bleibt die Serie unveröffentlicht. Erst 2004 wird sie von Hans-Michael KOETZLE, Kurator der großen René BURRI-Retrospektive, im Archiv des Fotografen wieder entdeckt." (Verlagstext)