Rudolf HOLTAPPEL, Bernd und Hilla BECHER, Joachim BROHM, Jitka HANZLOVÁ, Stiftung Situation Kunst (ed.), Silke von Berswordt-Wallrabe (text), Maria Spiegel (text,) Heinz Liesbrock (text), Irina Lammert, Saskia Helena KRUSE (Book Design)

Umbrüche. Fotografien von Rudolf Holtappel, Bernd und Hilla Becher, Joachim Brohm und Jitka Hanzlová

4 broschierte Bände im Pappschuber, ca.
28 x 28 x 3 cm. (Holtappel: 1,5 cm., Becher/Brohm/Hanzlová je 0,5 cm.), 240 S., S/W- & Farbaufnahmen, deutsch-sprachiger text - TEXT ONLY IN GERMAN!.
MuT 2017.
ISBN 9783941778115

nicht verfügbar

 

Publikation zur gleichnamigen Ausstellung vom 7. September 2017 bis 25. März 2018 in Bochum und im Willy-Brandt-Haus, Berlin vom 5. April – 27. Mai 2018.

"Wenn 2018 die letzte Zeche im Ruhrgebiet schließt, geht eine Epoche zu Ende, die mit der rasanten Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann.
Was bedeuten die spätestens seit dem Beginn des Strukturwandels in den 1960er Jahren spürbaren Erschütterungen für die Region? Wie wirken sich die Entwicklungen von einem pulsierenden Zentrum der Montanindustrie hin zu einer postindustriellen Gesellschaft auf den Alltag jedes einzelnen aus? Wie verändern sich Landschaft, Lebensgefühl und gesellschaftliches Miteinander, was geht für immer verloren, welche neuen Perspektiven erschließen sich? Und schließlich: Wie schlagen sich tiefgreifende Brüche und stille Wandlungen in den Bildmedien – insbesondere in Fotografie und Film – nieder?

Die Fragen und Herausforderungen, die sich seit längerem schon für das Ruhrgebiet stellen, reichen in ihrer Bedeutung weit über die Region hinaus. Entwicklungen, die andernorts womöglich langsamer, planvoller und weniger drastisch verlaufen, zeigen sich hier in deutlicher Schärfe.
Wahrscheinlich zog und zieht das Ruhrgebiet gerade deshalb immer wieder Künstlerinnen und Künstler insbesondere aus den Bereichen Fotografie und Film an, die den Wandel mit je eigenen Formulierungen ins Bild setzen.

Betrachtet man die in der Ausstellung (und im vier-teiligen Bildband) 'Umbrüche' versammelten Werke aus der Zeit des frühen Strukturwandels bis in die Gegenwart – von BECHER und HOLTAPPEL über Serra (nur Ausstellung) und BROHM bis zu HANZLOVÁ und Kugel (nur in der Ausstellung) -, so eröffnen sich gerade im Vergleich zahlreiche Fragen und Assoziationen, die weit über das jeweils im Bild Sichtbare hinausweisen." (Ausstellungs- und Verlagstext)