Adolphe BRAUN, Ulrich Pohlmann (Hrsg.), text, Paul Mellenthin (Hrsg., text), Franziska Kunze, Jan von Bevern (text), Aziza Gril-Mariotte (text), Christian Kempf (text), Dorothea Peters (text), Marie Robert (text), Bernd Stiegl

Ein europäisches Photographie-Unternehmen


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"The Alsace-based family business Braun & Cie was one of the most pioneering and productive 19th-century photography companies with a wide range of products marketed throughout Europe and North America: flower still lifes, Alpine landscapes, Swiss cities, animal and architecture studies, and the reproduction of famous works of art. (...)

From 1860, he and his more than 40 employees photographed the Alpine landscapes and cities of Switzerland with large-format cameras - Gustave COURBET occasionally used the photographs as templates for paintings. In addition to animal studies, architectural and landscape depictions, BRAUN increasingly concentrated on the reproduction of works of art.

During the Franco-Prussian War (1870-1871) Adolphe BRAUN photographed numerous destructions, especially in Paris and Belfort or on bridges. Not only did he document war damage, pictures of ruins were also commercially viable.
Later, he documented the construction of the Gotthard Railway and the Gotthard Vertex Tunnel, both of which were completed and commissioned only five years after his death; For three decades he was the first official photographer of the Louvre." (partly free translated publisher's note)

"Der Nachlass verzeichnet Tausende von Glasplatten, mehr als 20.000 Kollodiumplatten, Hunderte alter Albuminpapierabzüge und zahlreiche Alben – das photographische Familienunternehmen Braun & Cie war eines der weitaus produktivsten und erfolgreichsten im Europa des 19. Jahrhunderts.

Als ausgebildeter Zeichner arbeitete Adolphe BRAUN (1812 in Besancon –1877 in Dornach) zunächst für die elsässische Textilindustrie, bevor er sich 1854 der Photographie zuwandte. Schon ein Jahr später gelang ihm auf der Pariser Weltausstellung der Durchbruch mit einer mehr als 300 Photographien umfassenden Serie von Blumenstillleben. Die weit verbreiteten Aufnahmen dienten Textilgestaltern als Vorlagen und waren auch bei Dekorationsmalern und Zeichnern beliebt.

Ab 1860 photographierten er und seine über 40 Mitarbeiter mit großformatigen Kameras die alpinen Landschaften und Städte der Schweiz – Gustave COURBET verwendete die Aufnahmen gelegentlich als Vorlagen für Gemälde. Neben Tierstudien, Architektur- und Landschaftsdarstellungen konzentrierte sich BRAUN zunehmend auf die Reproduktion von Kunstwerken.

Während des Deutsch-Französischen Krieges (1870–1871) fotografierte Adolphe BRAUN zahlreiche Zerstörungen, vor allem in Paris und Belfort oder an Brücken. Nicht nur dokumentierte er damit Kriegsschäden, Bilder von Ruinen waren auch kommerziell rentabel.
Später dokumentierte er den Bau der Gotthardbahn und des Gotthard-Scheiteltunnels, die beide erst fünf Jahre nach seinem Tod fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden; drei Jahrzehnte lang war er der erste offizielle Photograph des Louvre.

'Adolphe Braun - Ein europäisches Photographie-Unternehmen' begleitet die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum (6.10.2017–21.1.2018), die erstmals alle Tätigkeitsfelder Adolphe BRAUNs anhand von ca. 200 Originalaufnahmen vorstellt, ergänzt durch Gemälde von Gustave COURBET, Henri FANTIN-LATOUR u.a." (Verlagstext)