Katrin STREICHER, Janika Gelinek (essay)

In Between. Sibirien China Mongolei / Sibiria China Mongolia


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"The series 'In Between' is about the perception of space and time that uncloses itself to the passengers on their journey through Siberia's, China's and Mongolia's open spaces; it is about the state of being in between; in between cities and countries, in between time zones, in between the walls of the train compartments, in between strangers, in between getting off the train and the continuation of the journey.

My photographs capture moments in front and behind the windows of the Trans Siberia Railway. They are instantaneous images of people interacting in train compartments and of daily routines in places along the tracks." (© Katrin STREICHER)

About the photographer, Katrin STREICHER:
Katrin STREICHER is a photographer based in Berlin, Germany.
She graduated with a Bachelor’s degree in Photography from the Staatliche Fachakademie für Fotodesign (2003) in Munich and a Master’s degree in Visual Anthropology from the University of Manchester (2006) in the UK. 
In 2015 she completed the Postgraduate Class of the Ostkreuz School for Photography (Berlin, DE) under the direction of Prof. Ute MAHLER and Robert LYONS. She has been a member of the aff Galerie since 2012.

"Neben Janine GRAUBAUMs Titel 'Kosmos Train' (auch bei Café Lehmitz Photobooks erhältlich) über das Reisen mit dem Zug in Osteuropa ist Katrin STREICHERs 'In Between' ein weiterer schöner Band über das 'langsame Reisen'. Die 'Ostkreuz-Aboslventin' fängt die lange Zeit prima einübersetzt in ein unaufgeregtes, auf schönem, matten Papier gedrucktes Buch. Toll!" (© Richard G. SPORLEDER)

"In Between – das heißt in diesem Fall: Zwischen dem Ausgangs- und Endpunkt der langen Reise mit der Trans-Sibirischen Eisenbahn, zwischen den Zentren der großen Städte, dort, wo noch Platz ist für den weiten Blick und die schweifende Phantasie.
'In Between' – das heißt auch: Zwischen den eindeutigen Erfahrungen, fern der eigenen Kultur, ein anderes Erleben von Raum und Zeit. Und es heißt: Zwischen den engen Wänden des Zugabteils, mehrere Tage, mit gänzlich fremden Menschen.
Katrin STREICHER hat diese lange Reise gemacht und versucht, das Unterwegssein in Bilder zu fassen: Nicht in touristische Fotos, die auf spektakuläre Landschaften oder das scheinbar Pittoreske des Fremden abzielen, sondern in Aufnahmen, die auf den ersten Blick etwas Beiläufiges haben: Momente der Pause an einem Bahnhof; Mitreisende, die vor sich hin sinnieren, essen oder Karten spielen; Alltagsbegebenheiten in den fernen Orten; einsame Posten an der Strecke; Fensterblicke bei Abendsonnenschein; Leute, die mit Taschen davongehen.

So unauffällig all dies daherzukommen scheint, immer ist ein eigenartiges Leben darin. Man hat den Eindruck, in den Ausschnitt einer Geschichte zu blicken, obwohl die Bilder von allem Anekdotischen abstrahieren; man beginnt unwillkürlich nachzudenken über das Davor und Danach, das auf den Bildern nicht zu sehen ist.
Dennoch ist an den Fotos von Kathrin STREICHER nichts Voyeuristisches – im Gegenteil: Ihre besondere Qualität besteht darin, daß sie diskret bleiben und das Private in jedem Moment achten. Bisweilen kehrt sich der gewohnte Blick gar um: Es ist die Fotografin, die prüfend gemustert wird, was sie hier denn suche. Sie ist die Fremde – nicht das ferne Land, das sie bereist. In Wahrheit schaut nicht der Tourist sich die Welt an, sondern die Welt betrachtet den Touristen. Vorsicht und Takt kennzeichnen deswegen Katrin STREICHERs Blick: das Wissen, daß selbst aufmerksame Reisende nur den geringeren Teil dessen verstehen können, was sie sehen. So macht der ‹unerklärte Rest› des Fremden den besonderen Reiz dieser ebenso subtilen wie bemerkenswerten Fotos aus." (Verlagstext, © Nimbus, 2011)