Barbara Schlei (ed.), Uta Winterhager (ed.), Tobias Groß (ed.), Katja Hasche (ed.)

Architekturführer Köln. Zeitgenössische und Moderne Bauten und Quartiere


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"Köln hütet einen einzigartigen Architekturschatz, der am besten kultiviert werden kann, wenn viele davon erfahren. Dies war die Motivation für diesen handlichen Führer, der so schön ist, dass man ihn auf den Sofatisch legt, ins Regal stellt, aber immer wieder zur Hand nimmt und der so praktisch ist, dass man ihn eigentlich immer in der Tasche haben könnte." (publisher's note, © Koenig, 2015)

Review:
"Das in einem handlichen Kompaktformat als Paperback mit stabiler Fadenbindung vorliegende Buch präsentiert auf 252 Seiten 104 Projekte, Gebäude und Stadtspaziergänge. Untergliedert in die neun Stadtbezirke werden die Projekte auf je einer Doppelseite dargestellt - links der Text und rechts ein charakteristisches Foto.

Der Architekturführer lädt zum Blättern ein, zunächst zum Entdecken im Buch, dann zum Erkunden in der Stadt. Den insgesamt vier Autorinnen gelingt dies mit einer sehr sympathischen Mischung aus Information und persönlichem Eindruck. Sie haben sich offensichtlich intensiv mit den Gebäuden und Projekten auseinandergesetzt, um ihr Wesen zu erfassen, ihre Charakteristika herauszuarbeiten und sie auch in ihrem kulturgeschichtlichen oder stadträumlichen Kontext einzusortieren.

In einer informativen und verständlichen Sprache schaffen es Uta Winterhager, Barbara Schlei, Ira Scheibe und Katja Hasche, kleine Geschichten zu erzählen, denen man gerne lauscht, und die zudem auch (nicht auf die Abstraktion von Fachtexten spezialisierten) Laien den einfachen Zugang zu Qualitätsmerkmalen von Architektur und Baukultur eröffnen und für Fragen der Gestaltung sensibilisieren. Doch auch der fachlich vorgebildete Leser findet viele Anregungen, sich mit den Projekten auseinanderzusetzen, sie möglicherweise erstmals zu entdecken oder auch neu zu erkunden.

Die Motivation für dieses Buch ist sicherlich die Architekturvermittlung und nicht die Architekturkritik, wie schon die sensible Auswahl der zeitgenössischen, teilweise bis in die 1950er Jahre zurückreichenden Bauwerke zeigt. Dass die Autorinnen im Vergleich der gezeigten Beispielen bei aller Begeisterung und grundsätzlichem Respekt dennoch gestaltungs- und qualitätsrelevante Unterschiede ausmachen, zeigt sich zuweilen zwischen den Zeilen. Es ist ein persönlicher Blick auf Köln und seine zeitgenössische Architektur, und dies macht mit den Reiz dieses neuen Architekturführers aus, der nicht etwa nur allgemeinverfügbares Reiseführerwissen reproduziert, sondern auch interpretiert und zur persönlichen Auseinandersetzung mit Baukultur anregt. Die Herausgeber bekennen Farbe ' nicht nur mit der Auswahl der Projekte, nicht nur subtil im Text, sondern auch überaus plakativ in der Wahl der Leitfarbe für Umschlag und Layout: dem bekannten Kölner Brückengrün.

Eine wirklich willkommene Bereicherung für alle interessierten Nutzer, Bewohner und Besucher der Stadt! Meine klare Kaufempfehlung!" (© Wendling)