Florian VAN ROEKEL, Sybren (SYB) KUIPER (Book Design)

How Terry likes his Coffee

2nd printrun, HC (no dust jacket, as issued),
approx. 30 x 20 x 1,5 cm., 80 pp., color ills., 2nd printrun of 1,000 copies (1st: 500 cps.).
Self published 2012 (2010).
ISBN 9789081562812

nicht verfügbar

 

"In 'How Terry likes his Coffee' I examined the consequences of professionalization on the way we cope with reality and each other. All photo’s are candid. The images were taken in a fifteen month period throughout five different companies in the Netherlands. This body of work has been produced as part of the final exam of my Bachelor of Photography at the Royal Academy of Arts in the Hague, Netherlands." (© publisher's note, 2010)

"For fifteen months I explored five different offices throughout the Netherlands. The book narrates on feeling disconnected from your daily surroundings but at the same time longing for a real personal connection with another human being.
I suggest office culture and our society as a whole is pre-occupied with a rational way of interpreting. I’ve searched for the invisible barriers and the will to break them." (© Florian VAN ROEKEL)
 
"In 2010, Florian VAN ROEKEL self-published 'How Terry Likes His Coffee' and obtained great success.
It was selected by many critics and fellow photographers as one of the best books of the year. Not only his photographic work was celebrated, but also the fact that he had achieved a high quality self-published book and reached many readers without traditional distribution channels.
The launch of this and other remarkable self-published books in the same year contributed to the general recognition of the self-published photobook and the beginning of its recent boom. 
The first edition of 'How Terry Likes His Coffee', distributed directly by VAN ROEKEL, has been soon out of stock." (© Dalpine)

SOLD OUT!

"Das Buch beginnt mit Kritzeleien auf Notizzetteln – Blumen, Pfeile, Gesichter, Häuser. Was man halt so von sich gibt, wenn einem beim Telefonieren langweilig ist und man zufällig einen Stift in der Hand hat. Aber in dem Buch 'How Terry likes his coffee. A Photo Odyssey into Office Life' von Florian VAN ROEKEL geht es nicht um Leute, die telefonieren, sondern um Menschen in ihrem Büro-Alltag. Und der ist aus der Sicht des Niederländers vor allem eins: trostlos.

Durch den Einsatz eines seitlich aufgestellten Blitzlichtes hat er auf sehr einfache Art und Weise intensive Bilder von isoliert wirkenden Menschen geschaffen – sie stehen alleine am Kopiergerät, konsterniert in einer Warteschlange oder sitzen fast verzweifelt an ihrem Schreibtisch.
Aber selbst in Gruppen wirken seine Protagonisten nie zusammengehörig, sondern genauso deplatziert wie die Luftballons, die von der Bürodecke hängen. Die sind ja immer irgendwie grotesk und trostlos – ich kenne das noch sehr gut aus meiner Zeit, in der ich regelmäßig in den Redaktionen von Kölner Tageszeitungen saß. Aber so, wie VAN ROEKEL sie fotografiert, bekommen die Ballons und der schwachsinnige Papierschmuck drumherum beinahe etwas Fratzenhaftes und Bedrohliches. Das gleiche gilt für die Porträts von Hinterköpfen – schließlich sieht man von den so genannten Kollegen und Mitarbeitern im Büro die meiste Zeit genau das.

Dabei ist Florian VAN ROEKEL kein Menschenfeind. Im Gegenteil: Er ist vielmehr ein Feind von unmenschlichen Arbeitsbedienungen. Und die finden eben nicht nur dort statt, wo man es klischeehaft vermutet, also in chinesischen Bergwerken, bangladeschischen Textilfabriken und beim Schlecker um die Ecke.
Es geht um eine Entfremdung des modernen Menschen von seiner Arbeit. Nicht, dass früher immer alles besser gewesen wäre – aber die Vorstellung vom Nine-to-five-Job ist eine Illusion und eine Erfindung der Industrialisierung. Davor haben sich Menschen nicht an Stempeluhren, Schichtdienst, Kilometerpauschalen und einem ein Jahr vorher einzureichenden Urlaub gehalten – sie wussten noch nicht einmal, was das ist.
'How Terry likes his Coffee' von Florian VAN ROEKEL fordert deshalb ein Umdenken und dass man sich selbst die Frage stellt, was einem die eigene Arbeit eigentlich bedeutet und was sie einem wert ist." (© Damian Zimmermann)