Juliane EIRICH

Itochima

Pb., 21 x 25 cm., 80 pp., 51 color ills.,
text language: English.
Peperoni 2013.
ISBN n.a.

nicht verfügbar

 

"Juliane EIRICH knew Japan already from previous visits, when she returned in the summer of 2011 in order to work here. But this time things were much different. A few months earlier the earthquake had destroyed the Fukushima nuclear power plant. The enthusiasm and curiosity for the foreign country mingled with a subliminal feeling of fear and threat.

With mixed emotions the photographer took residence in a beautiful old country house in the subtropical south of Japan. By bike she explored the Itoshima region and collected new impressions, by day and by night, in the countryside and in the cities, in sultry heat, pouring rain and storm. Also the 'Old Lady´s House' where she stayed, became a place of discovery.

The photographs that were taken during the stay in Itoshima bear names as 'Towel', 'Wooden House', 'Palm Tree', 'Two Houses One Car', 'Fly Swat' or 'Gas Station'.
And that´s exactly what can be seen in the pictures. And yet they are puzzling images. With Deserted landscapes and cityscapes, houses, trees, cars, interiors and everyday objects Juliane EIRICH forms a kaleidoscope of barely interpretable impressions. It´s all about the question, how environment and nature shape the way of life and culture and how people in return shape and cultivate nature and arrange themselves.

The great care and precision Juliane EIRICH invests choosing and photographing her motives give proof of the unconditional interest in the things and the urge to sharpen her senses in dialogue with them and learn more. It pays to follow her on this journey." (publisher's note, © Hannes WANDERER, 2013)

"Juliane EIRICH kannte Japan schon von früheren Besuchen, als sie im Sommer 2011 zurückkehrte, um hier zu arbeiten. Aber dieses Mal war vieles anders. Einige Monate zuvor hatte sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima ereignet. Die Begeisterung für und die Neugier auf das fremde Land mischte sich mit einem unterschwelligen Gefühl der Angst und der Bedrohung.

In dieser ambivalenten Gefühlslage bezog die Fotografin ein schönes, altes Landhaus im subtropischen Süden Japans. Unterwegs per Fahrrad erkundete sie die Region Itoshima und ließ die neuen Eindrücke wirken, bei Tag und bei Nacht, auf dem Land und in den Städten, in schwüler Hitze, bei strömendem Regen und Sturm. Auch das 'Haus der alten Dame', in dem sie untergebracht war, wurde zum Ort der Entdeckungen.

Die Bilder, die während des Aufenthalts in Itoshima entstanden sind, heißen 'Handtuch', 'Holzhaus', 'Palme', 'Zwei Häuser. Ein Auto', 'Fliegenklatsche' oder 'Tankstelle'.
Und auf den Bildern sieht man eben das. Und doch sind es rätselhafte Bilder. Menschenleere Landschaften und Stadtansichten, Häuser, Bäume, Autos, Interieurs und Alltagsgegenstände verdichtet Juliane EiEIRICHrich zu einem Kaleidoskop schwer deutbarer Eindrücke. Immer geht es dabei um die Frage, wie Umwelt und Natur die Lebensweise und die Kultur prägen und wie die Menschen ihrerseits in die Natur eingreifen, sie prägen, kultivieren und sich in ihr einrichten.

Die große Sorgfalt und Präzision, mit der Juliane EIRICH ihre Motive wählt und einrichtet belegen das unbedingte Interesse an den Dingen und den Drang, im Dialog mit ihnen die Sinne zu schärfen und etwas herauszufinden. Es lohnt sich, ihr auf diesem Weg zu folgen." (Verlagstext, © Hannes Wanderer, 2013)