Stephen GILL

Hackney Wick

Clothbound HC (no dust jacket, as issued),
21,5 x 21,5 x 2 cm., 126 pp., 116 color ills., 24 pp. special section with paintings by Laure Prouvost.
Self published in 2005.
ISBN n.a.

nicht verfügbar

 

Video: https://vimeo.com/38095954# (thanks for to photobookstore.co.uk)

"Hackney Wick sits in east London between the Grand Union Canal, the River Lea and the Eastway A106.

GILL first came across the area at the end of 2002 when he was photographing the back of advertising billboards. His first visit was on a Sunday, to the vast market that used to take place in the old greyhound/speedway stadium.
At first glance, apart from few pot plants, most of the items on sale looked like scrap – exhausted white goods, mountains of washing machines and fridges, copper wire and other metals stripped from derelict buildings, piles of old VHS videos.

Stephen bought a plastic camera for 50p. It had a plastic lens and no focus or exposure controls, and he started making pictures with it at once. Over the next two years he visited Hackney Wick again and again.
The market closed in July 2003, and the remains of the old stadium were demolished weeks later as part of the preparations for the 2012 Olympic Games." (Stephen GILL)

More books by Stephen Gill:
'Make It A Date Friday At Eight' ( ),
'Hackney Kisses. Photographer Unknown (Edited and produced by Gill)'
'Pigeons' (2014)
'Best Before End' (2014)
'Talking to Ants' (2014)
'A Series of Disappointments - Blue & Red, Green & Grey, Purple & Blue
'Hackney Flowers' ( )
'Archaeology in Reverse' (2006)
'Not In Service'
'Coming up for Air' (20 )
'B-Sides' ( )
'Trinidad 44 Photographs' ( )
'Coexistence' (2013)
'Off Ground' ( )
'Warming Down' ( )
'A Book of Birds' ( )
'Outside In' ( )
'The Hackney Rag' ( )
'Anonymous Origami' ( )P
'Buried' ( )
'Invisible' ( )
'Yoga Snaps' ( )
'European Eyes on Japan / Vol.9' (2009)
'Field Studies' (2004)
'Unseen UK' ( )
'Bright Bright Day' (Photographs by Andrei Tarkovsky, Edited by Gill)
'The Wick 12" Record' ( )

Video: https://vimeo.com/38095954# (thanks for to photobookstore.co.uk)

"Hackney Wick liegt im Osten Londons zwischen dem Grand Union Canal, dem River Lea und der Eastway A106.
Ich kam Ende 2002 zum ersten Mal in diese Gegend, als ich die Rückseite von Werbetafeln fotografierte. Obwohl ich neun Jahre in London gelebt hatte und dachte, ich kenne East London gut, warf mich Hackney Wick buchstäblich um.

Hackney Wick hat meine mentale Karte dieses Teils von London völlig verändert.
Mein erster Besuch war an einem Sonntag auf dem Markt, der früher im alten Greyhound / Speedway-Stadion stattfand. Der riesige Markt war wie kein anderer, den ich zuvor gesehen hatte. Auf den ersten Blick sahen, abgesehen von wenigen Topfpflanzen, die meisten verkauften Artikel wie Schrott aus. Es war kein Markt für Luxusgüter; es schien für Leute zu existieren, die sich mühten, sich selbst über Wasser zu halten: erschöpfte weißer Ware, Berge von Waschmaschinen und Kühlschränken, Kupferdraht und andere Altmetalle, die aus verfallenen Gebäuden entfernt worden waren; Stapel alter VHS-Videos, die aus den Häusern der Menschen vertrieben wurden, um Platz für DVDs zu machen.

An diesem Tag kaufte ich auf dem Markt eine Plastikkamera für 50p; diese hatte eine Kunststofflinse ohne Fokus- oder Belichtungssteuerung. Ich fing sofort damit an, Bilder zu machen.
In den nächsten beiden Jahren besuchte ich Hackney Wick immer wieder.

Der Ortsteil Hackney ist seit langem Zufluchtsort für Einwanderer und Asylsuchende aus der ganzen Welt und für mich spiegelt Hackney Wick besonders die große Vielfalt Londons wider.

Der Markt schloss am 13. Juli 2003; er hatte sieben Jahre überdauert. Laut den Handelsinspektoren war es mit gestohlenen und gefälschten Waren überschwemmt worden.
Die Überreste des alten Stadions wurden Wochen nach der Schließung als Teil der Vorbereitungen für Londons Angebot für die Spiele 2012 abgerissen. Die Spiele, die viele gute Dinge in die Gegend bringen werden: neue Verkehrsverbindungen und dringend benötigte Infrastruktur. Aber es wird auch Verluste geben.

Aber Hackney Wick hat noch eine andere Seite: abseits von Lärm und Chaos hat es die Natur irgendwie geschafft, einen Platz für sich zu finden und zu behalten. Die Kanäle und Flüsse und geheimen Kleingärten (die nur ihren engagierten Gärtnern bekannt sind) beherbergen viele Vögel und Tiere.
Diese versteckten Paradiese haben eine eigene Ausstrahlung, die bald durch den Staub, der sie bedecken wird, gedämpft wird." (frei übersetzter Text, © Stephen GILL)