Joachim BROHM, Heinz Liesbrock (ed., text), Barbara Steiner (text)

Ruhr


€ 98,00
inkl. MwSt., zzgl. Versand

 

ONLY THREE COPIES LEFT!

"Joachim BROHM’s photographic series 'Ruhr' documents the German Ruhr area during its industrial decline from the late 1970s to the mid-80s.

With this work BROHM became one of the first to engage with the issues raised by American photography – the landscape photography of the nineteenth century and the topographical photography from 1970 onwards – and transport them into a European context.

'Ruhr' is an integral link between USA and European photography and its special significance is revealed with this first complete monograph." (publisher's note, © Steild, 2007)

NUR NOCH DREI EXEMPLARE AUF LAGER

"Joachim BROHM fotografierte ab Ende der 1970er Jahre als einer der ersten Fotokünstler in Deutschland ausschließlich in Farbe.
'Die Farbe verlieh meinen Bildern Glaubwürdigkeit im dokumentarischen Sinne', (© Joachim BROHM) erklärt er und definiert damit gleichzeitig sein künstlerisches Credo.

Sein Ansatz reizte aber nicht alle Möglichkeiten der Farbfotografie aus und ging damit gegen den Trend der Zeit: BROHM stellte fotografischen Naturalismus gegen omnipräsente Werbeästhetik, Dokumentation gegen Inszenierung, Nüchternheit gegen Bildeffekte, gedämpfte gegen kraftvolle und kontrastreiche Farben.

Bei seinen Professoren stieß der Student damit auf Unverständnis, aber fotografische Vorbilder wie Stephen SHORE und Lewis BALTZ, die es zu Weltruhm bringen sollten, bestärkten ihn darin, seinen Weg weiterzugehen.

'Die Amerikaner zeigten vermeintlich belanglose Szenen, es schienen Inhalt und Kontext zu fehlen – viele konnten damit nichts anfangen.' (© Joachim BROHM)

BROHM entwickelte diesen Ansatz weiter: Er kombinierte meist menschenleere Landschaftsszenen mit seinem Interesse am sozialen Miteinander.
Damit werden seine Aufnahmen auch zu kleinen Gesellschaftsstudien: Sie zeigen, wie der Mensch die Landschaft verändert – und die Landschaft ihn. Seine Fotografien des Ruhrgebiets entstanden zu einer Zeit, als Freizeitparks und künstlich angelegte Seen dazu beitragen sollten, das Image der trostlosen Zechengegend abzustreifen.

Aus der Perspektive eines neutralen Beobachters zeigt Joachim BROHM diesen Übergang von Arbeit zu Freizeit, der mit der Veränderung vom Ländlichen zum Urbanen einhergeht. 'Ich wollte die Menschen in einer Umgebung im Wandel zeigen: Wie sehen sie aus, womit beschäftigen sie sich, welche Aktivitäten prägen sich aus?' (© Joachim BROHM).
Den Betrachter schickt er dabei auf Entdeckungsreise.

Joachim BROHM offenbart Strukturen in der Landschaft, die ansonsten verdeckt blieben. Der erhöhte Standpunkt, der für viele seiner Aufnahmen charakteristisch ist, verstärkt den Eindruck einer fotografischen Aufsicht, die er selbst als 'All-over' bezeichnet.
Die Abwesenheit eines klaren Mittelpunkts und eine bildübergreifende Tiefenschärfe tragen dazu bei, dass individuelle Szenen sich zu einer Situationsaufnahme zusammenfügen.
'Das ganze Bild ist das Motiv – der Betrachter kann sich seinen Schwerpunkt aussuchen.' Damit lenkt BROHM unsere Aufmerksamkeit auf das große Ganze – mit viel Liebe zum Detail." (© Deutsche Börse Photography)