Carl DE KEYZER

Congo (Belge)


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"MAGNUM photographer DE KEYZER (b.1958) travelled through Congo for over 10 months to make this book, often in very dangerous areas. This has resulted in an unique documentary with an historic meaning.
He focuses on the ruins of colonial architecture and moments from daily life: a couple inside the Academy of Fine Arts; a child walking on his hands near a U.N. truck and the Cathedral of Bishopric.

Belgian photographer DE KEYZER decided to travel through the country following the Guide 'Du Voyageur du Congo Belge'.
Published in 1958, the touristic guide presented Congo as the ideal holiday destination with brand new infrastructure and stunning scenery. The guide described the cities and villages of Congo along with their respective landmarks, most of them built by the colonizers: churches, swimming pools for white people only, amusement parks for white people only, missions, factories, harbors, mines, prisons, etc.

These places have now lost much of their former luster and glory, the country after all has been torn apart by years of civil war and revolts. The buildings and other infrastructures are either ruins or used for identical or different purposes." (text @: abc)

"Für seine umfangreiche Arbeit 'Congo (Belge)' hat der MAGNUM-Fotograf DE KEYZER (*1958) zahlreiche Male die Demokratische Republik Kongo bereist, jenes zentralafrikanische Land, das als Synonym für rücksichtslose Ausbeutung von Mensch und Natur durch den Kolonialismus gilt. Zunächst vom belgischen König Leopold als „Privatbesitz“ vereinnahmt, später als Kolonie von Belgien übernommen, erlebte das Land jahrzehntelang grausame Exzesse wirtschaftlicher Gewinnsucht. Erst 1959 zog sich die belgische Kolonialmacht aus dem Land zurück.

DE KEYZER begab sich auf eine Spurensuche durch gefährliches Terrain. Während im Osten ein Krieg zwischen Rebellen und Militär tobt, stehen der Stabilisierung des Landes ein fast kompletter Zerfall der Infrastruktur, Verwaltung und Wirtschaft sowie die Ausplünderung der rohstoffreichen Ostprovinzen im Weg.

Mit Hilfe eines alten Reiseführers von 1958 spürte DE KEYZER Relikte einer Organisationsstruktur auf, die der belgischen Kolonialmacht einst dazu diente, Land und Leute effektiv auszubeuten. In seinen großformatigen Farbbildern finden sich auch 50 Jahre später noch originale Kolonialvillen, Verwaltungs-gebäude, Missionsposten und Schulen, Fabriken und Gefängnisse. Die von ihm aufgespürten Ruinen einer Infrastruktur sind heute völlig neuen Bestimmungen zugeführt.
Auf diese Weise entstehen seltsame Beziehungen zwischen Architektur und Menschen, die DE KEYZER mit der ihm typischen fotografischen Handschrift zu vielschichtigen, feinhumorigen und häufig surreal anmutenden Szenen verdichtet." (text ©: abc)