René Groebli

Das Auge der Liebe / The Eye of Love - Expanded re-edit, - 2ND PRINTRUN! - POLYCOPIES SIGNING!


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"First published in 1954, 'Das Auge der Liebe (The Eye of Love)' by Swiss photographer René GROEBLI is a small book featuring images that were made during the honeymoon with his wife Rita in France.

In René GROEBLI's own words: "I tried to convey the typical atmosphere of French hotel rooms. There were so many impressions: the poor-looking furniture in a cheap hotel, the word 'Amors' embroidered on the curtains. And I was in love with the girl, the girl who was my wife. I think a series of photographs should be compared with a novel or even a poem rather than a painting: let us tell something!"

This poem in black and white is now ready for another closeup. This extended re-edition of 'Das Auge der Liebe' has five additional images, chosen by the photographer. 'Das Auge der Liebe' from René GROEBLI is presented as a limited edition hardcover book. 1st Edition of this reprint with 30 plates is limited to 1000 numbered copies. " (publisher's note)

About the photographer René GROEBLI (*1927 in Zurich):
His father is a manager in a paper factory. 1942  he starts to photograph with a Rolleiflex which his father had just bought (romantic pictures, rivers in mist...). He wants to become a documentary film cameraman, but through lack of specialized schooling he starts a photography apprenticeship with Theo Vonow in Zurich
1944  his work moves in the direction of emotional and atmospheric research.
1945  he studies in Hans Finsler's class at the Kunstgewebeschule in Zurich
1945-1948  apprentice cameraman at Central Film and Gloria Film in Zurich (film documentaries), diploma. Meets Jakob Tuggener. Takes pictures on the theme of Zurich between 9 and 12 o'clock. He researches movement
1947  3rd prize with pictures from his series 'Karussell' in the contest run by the monthly magazine Camera. Collaborates with the Victor-N. Cohen agency in Zurich
1948  first trip to Paris, 1949  buys his first Leica. First one-man show and first book on the theme of trains. He spends three months in Paris where he meets Brassaï and Robert Franck, and then one month in London
1949 Book 'Magie der Schiene' (Kubus, Zürich)
1949-1951  he freelances for the Swiss press. Also works for Life. First advertising photos and commissions
1951-1953  he works for Black Star agency in London, Picture Post, Illustrated, Time, Life, Photography... and travels to Iran, Iraq, Jordan, Egypt, Ethiopia, Sudan and Uganda. He is war correspondent in the British army
1954 Book 'Das Auge der Liebe' (Turnus, Zürich, re-edit 2015, Sturm & Drang)
1954-1980  he works in color (advertising, industry...) with various processes (Dye Transfer, Ektachrome, Anscochrome...) and in collaboration with an agent from 1965-1977
Takes part in Edward Steichen's exhibition, 'The Family of Man' MoMA, New York
1965 Book 'Variation' (Niggli, Teufen)
1971  book, 'Variation 2' (possibilities of communication with the help of color photography, Niggli, Teufen))
1977-1978  works on the series 'Babylon-Babylon'
1978 Book 'Fantasies'
1981-1990  completes work on his 'Borie' in the south of France and begins stone constructions
1983  honorary member of the Swiss Union of Photographers
1991-1992  he prepares a retrospective exhibition and a book (graphic layout production) of his work, in collaboration with Michèle Auer and the Centre de la photographie in Geneva
1992 Book 'Visionen'
1994  he produces photographic prints never seen before, on the themes of America, Ireland...
1995  begins the series, 'Paris re-visited'
1995-1996  prints the series, 'L'Oeil de l'amour' with the platinum process
2006  receives the Schweizer Fotoschaffen Photo 06 Lifetime Award
2007  film 'Magie aus dre Dunkelkammer' by Phil Dänzer
2014 Book 'Das Auge der Liebe' (re-edit, Sturm & Drang)
2015 Book 'Early Work' & 'Beryl Chen' (Sturm & Drang)
2016 Book 'Nudes' & 'London 1949' (Sturm & Drang)

"Der Klassiker von 1954 in einer wunderschönen Neuauflage. - René Groebli hat die Aufnahmen für 'Das Auge der Liebe' während seiner verspätete Hochzeitsreise mit seiner Frau Rita in Frankreich fotografiert. Spärlich möblierte Hotelzimmer, Spiegel, Betten, Fensterblicke, Wein und Zigaretten – und seine Frau. (...) Intensiver, prickelnder, verführerischer, intimer als 'Das Auge der Liebe' kann eine Bildgeschichte nicht sein. Die ganze Wucht des Mysteriums, das wir Liebe nennen – die Sehnsucht, das Verlangen, die Körperlichkeit, die Erfüllung, der Schmerz – ist hier verdichtet in einer grandiosen Sequenz, die Moment, Tag oder Ewigkeit sein kann.

Die anfängliche Kritik ist längst vergessen, das Werk hat überdauert. Für alle Liebenden, Sehnsüchtigen, Suchenden, Verzweifelten.

Sei noch erwähnt, dass der junge Schweizer Verlag ›Sturm & Drang‹ mit dieser der Originalausgabe nachempfundenen Edition mit handgefaltetem Pergaminumschlag und tief schwarz auf glänzendem Papier gedruckt, dem Fotografen René Groebli einen späten Herzenswunsch erfüllt hat. Mir auch." (Hannes Wanderer)

review:
"Gewisse Dinge kommen im Leben zurück. Damals, an der Basler Gewerbeschule, war 'Das Auge der Liebe' unter uns Fotografenlehrlingen ebenso ein Diskussionsthema wie Groeblis Fotoreportage 'Magie der Schiene' über die Fahrt mit einer Dampflokomotive von Paris nach Basel. Während letztere sehr positiv beurteilt wurde, stiess 'Das Auge...' auf wenig Anerkennung. Das ging nicht nur uns 'Stiften' so, auch von kompetenteren Kritikern erhielt das Büchlein wenig Zuspruch. Man verstand damals die Fotografie von René Groebli einfach noch nicht … Ich hatte mir damals den kleinen Bildband mit meinem Stiftenlohn nicht leisten können – und jetzt findet es als Besprechungsexemplar den Weg zu mir.

Das 'Auge... ' entstand in einer für Groebli bewegten Zeit. Noch waren ihm die grauenhaften Erlebnisse des Suezkrieges in bewegender Erinnerung, den er als Fotoreporter dokumentieren musste, als ihn ein Auftrag der Chemischen Industrie in Basel in eine völlig neue Auftragswelt entführte. Und dann sollte 1953 die verpasste Hochzeitsreise nachgeholt werden, in Paris und Süd-Frankreich. Rita schwebte eine Bildserie über die morbiden Hotelzimmer vor – teurere konnten sie sich nicht leisten. Doch René blickte durch den Sucher in eine andere Richtung und bannte seine Gefühle und Emotionen zu Rita auf den Film. Und so entstand eine Liebesgeschichte, ein «Liebesgedicht an seine Frau Rita», wie es die Kunsthistorikerin Birgit Filzmaier so treffend formulierte.

Das Ergebnis war ein 40 Seiten umfassendes Bilderbuch im A4-Querformat mit 24 Fotos. Sie erzählen eine Geschichte, die sich in einer Nacht hätte zutragen können, die bewegt und zu eigenen Fantasien anregt – und genau das sollen sie auch: Assoziationen auslösen – Bilder, die eigene Gedanken lostreten …

'Das Auge...' war kein Erfolg – zumindest nicht in Europa. Die Bilder waren ja nicht einmal scharf! Und sie entblößten Rita in einer Art und Weise, die von der Gesellschaft vor 60 Jahren nicht gebilligt wurde.
Anders in Amerika. Edward Steichen, 1953 Direktor des MoMa, erkannte deren Bedeutung und die Ausdrucksweise von Groebli und kaufte die Bildreihe für seine Sammlung – abgesehen davon, dass sich das Büchlein im modernen Amerika auch deutlich besser verkaufte als im rückständigen Europa.

Seither sind 60 (70) Jahre ins Land gezogen. Groebli hatte es verstanden auch in der Auftragsfotografie eigene kreative Ideen durchzusetzen – Bilder, die außergewöhnlich waren und eine neue Sprache der Farbfotografie einläuteten. Und doch hatte er Mühe, sich mit den Vorgaben der harten Geschäftswelt zurecht zu finden. Noch immer nagten die traumatischen Erlebnisse der Suezkrise an seinen Nerven. Groebli musste sich eine Aus-Zeit nehmen, sich Zeit nehmen, um zu sich selbst und zu einer neuen Kreativität zu finden. Und Rita hat ihn dabei immer begleitet … Das ist die undokumentierte Fortsetzung des Liebesgedichtes 'Das Auge der Liebe' …

Wenn man sich mit dem Schaffen von René Groebli befasst und seine verschiedenen Schaffensperioden analysiert, dann fällt 'Das Auge...' als eine außergewöhnliche und hervorragende Arbeit auf. Es sind wahrscheinlich die schönsten Bilder, die Groebli je realisiert hat – nicht nur die Bilder selbst, sondern die Geschichte, die er uns mit dem kleinen, unscheinbar wirkenden Bildband erzählen will." (Urs Tillmans, in: fotointern.ch, source: http://www.fotointern.ch/archiv/2012/12/08/buchtipp-rene-groebli-das-auge-der-liebe/)